Belgier wird Ballettdirektor am Staatstheater in Saarbrücken

Der belgische Choreograf Stijn Celis wird der neue Ballettdirektor am saarländischen Staatstheater in der deutschen Stadt Saarbrücken. Im nächstem Sommer tritt Celis seinen neuen Job an. Das meldet das Theater am Montag.

Celis ist Nachfolger von Marguerite Donlon, deren Vertrag in gegenseitigem Einverständnis im Juli beendet wurde.

„Stijn Celis steht sowohl für das große Handlungsballett als auch für abstrakte Tanzstücke. Seine künstlerische Bandbreite und sein Können haben mich total überzeugt“, wird Generalintendantin Dagmar Schlingmann auf der Webseite des Staatstheaters Saarbrücken zitiert. Es sei ein Glücksfall, so Schlingmann weiter, dass Stijn Celis gerade jetzt den Wunsch gehabt habe, wieder fest an einem Haus zu sein und sich auf die Stellenausschreibung beworben habe.

Von 2004 bis 2007 war Celis künstlerischer Direktor vom "Ballett des Stadttheaters Bern". Danach war er sechs Jahre lang als freier Choreograf für verschiedene internationale Produktionen tätig.

Zuletzt hatte der Belgier großen Erfolg mit seiner Choreografie von „Romeo und Julia“ für das Ballett der Semperoper Dresden. Das saarländische Ballett-Publikum kennt und schätzt ihn bereits, denn im Frühjahr 2012 war er als Gastchoreograf für das Ballett am saarländischen Staatstheater engagiert und überzeugte mit seiner „Cinderella“-Version die Besucher.

Schlingmann betont noch, dass Celis aufgrund seiner Erfahrung als Choreograf im In- und Ausland, seiner umfangreichen Sprachkenntnisse (er spricht fünf Sprachen) und aufgrund seiner Leitungserfahrung besonders für den Posten geeignet sei.

Stijn Celis wurde 1964 in Belgien geboren, wuchs im Kongo auf und erhielt seine Ausbildung am Stedelijk Instituut voor Ballet in Antwerpen.