Drogen-Präventionsprogramme für Kleinkinder

Das Drogenpräventionszentrum De Sleutel aus Gent will Kindern schon von klein auf, also vom Kindergarten an, vor Drogen warnen. Das Zentrum hat ein Unterrichts-Präventionspaket zusammengestellt, bei dem auch Kindergärtnerinnen in die Sensibilisierung und Präventionsvermittlung mit einbezogen werden.

Die Kindergärtnerinnen sollen den Kindern Sozialkompetenz antrainieren. Dadurch können sie später leichter "Nein" zu  Drogen sagen. Beim Unterrichtsstoff handelt es sich also nicht um die Drogen selbst, sondern darum 3-, 4- und 5-Jährige in ihrem Sozialverhalten zu festigen.

Joke De Kimpe von De Sleutel betonte im VRT-Radio: "Natürlich ist es nicht Ziel, dass die Kindergärtnerinnen mit den Kindern über Drogen sprechen. Die Kinder kennen in dem Alter zumeist das Wort Drogen noch gar nicht, aber die Kindergärtnerin kann mit ihnen bestimmte Themen erarbeiten, zum Beispiel: Empathie, positive Kommunikation, seine Gefühle auszudrücken."

Die Kinder können dann zum Beispiel anhand bestimmter ihnen verständlicher Geschichten lernen, wie sie am besten mit Stress umgehen und mit ihren Gefühlen. Sie lernen aber auch, kritisch zu denken und Probleme zu lösen. Sie lernen also soziale Kompetenzen zu entwickeln und das kann ihnen später helfen, wenn sie mit Drogen konfrontiert werden.

Die Kinder bekommen auch kleine Aufgaben vorgelegt, um diese Kompetenzen zu üben. Zusammen spielen will zum Beispiel gelernt sein. Bleibt die Frage, ob diese Kompetenzen in einem Kindergarten nicht sowieso schon gefördert werden - auch ohne Lesematerial von der Organisation De Sleutel. 

Für die Kindergärtnerinnen, die die Bücher getestet haben, gibt es einen Unterschied. "Man geht tiefer auf bestimmte Dinge ein, von denen man sonst nur oberflächlich sprechen würde", so eine Kindergärtnerin der Sankt-Paulsschule in Gent.