Alcatel-Lucent: Sonderbetriebsrat am Mittwoch in Antwerpen

De französische Telekomausrüster Alcatel-Lucent will bis 2015 weltweit rund 10.000 Stellen streichen. Das hat das Unternehmen am Dienstag bestätigt. Für den morgigen Mittwoch ist ein Sonderbetriebsrat in Belgien angesetzt.

In Europa, im Nahen Osten und in Afrika sollen 4.100 Stellen abgebaut werden. In Frankreich selbst plane das Unternehmen laut Presseagentur Belga, 900 Jobs zu streichen. In Asien sollen 3.800 Arbeitsplätze wegfallen und in Nord- und Südamerika handelt es sich um 2.100 Stellen. Insgesamt plant das Unternehmen, rund 14 Prozent seines weltweiten Personalbestandes abzubauen. Bei Alcatel-Lucent sind derzeit 72.000 Menschen beschäftigt.

In seinem Reformplan sieht der Konzern die Reduzierung von Fixkosten vor, um die Rentabilität zu erhöhen. 2012 machte die Gruppe noch einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro. Alcatel will bis 2015 eine Milliarde Euro einsparen, also mehr als 15 Prozent seiner Fixkosten.

Am heutigen Dienstag findet beim Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent ein europäischer Betriebsrat statt. Was die Umstrukturierung des Unternehmens für Belgien bedeutet, ist noch nicht deutlich. Bei Alcatel-Lucent in Antwerpen und Namur arbeiten zusammen über 1.500 Menschen. Für den morgigen Mittwoch ist in Antwerpen ein Sonderbetriebsrat angesetzt. Das haben die Gewerkschaften verraten. Sie sind besonders beunruhigt über diese Nachricht.

Die Zeitung "Wall Street Journal" berichtet übrigens von 15.000 Stellen, die bei Alcatel-Lucent abgebaut werden sollen und beruft sich dabei auf verlässliche Quellen.

Weiter heißt es, dass besonders viele Stellen in Deutschland gestrichen würden.