Entlassungswelle bei Alcatel ohne Dramen?

Die Folgen für die belgische Alcatel-Niederlassung in Antwerpen im Zuge der Entlassungswelle des Konzerns bleiben verkraftbar. Alcatel-Lucent kündigte an, weltweit 10.000 Jobs zu streichen, doch Antwerpen kann aufatmen.

Der französische Telekom-Konzern Alcatel-Lucent unterhält in Belgien nur eine große Niederlassung und zwar in Antwerpen. Dort beschäftigt der Konzern 1.450 Mitarbeiter. Im Zuge der Unternehmensreform wird Alcatel bis Ende 2015 auch hier Stellen streichen. Dabei ist die Rede von „einigen Dutzend“ Arbeitsplätzen.

Gewerkschaftler sprachen nach der außergewöhnlichen Betriebsratssitzung, die am Mittwochmorgen in Antwerpen stattfand, dass es sich dabei um etwa 30 bis 40 Beschäftigte handelt, die in erster Linie im Personal- und im Finanzbereich tâtig sind. In einer weiteren kleineren Alcatel-Filiale in Namür arbeiten 53 Beschäftigte. Allerdings soll dieser Standort nach Angaben von Alcatel-Lucent mittelfristig in die Region Charleroi umziehen.

Aber, Alcatel-Lucent plant keine große Entlassungswelle für den Standort Antwerpen und kollektive Kündigungen sind nicht vorgesehen. Man versucht vielmehr Stellen durch natürliche Abgänge abzubauen oder durch freiwilliges Ausscheiden aus dem Unternehmen. Die Beschäftigten von Alcatel-Lucent Belgien mussten bereits in diesem Frühjahr eine Umstrukturierung hinnehmen, der 280 Jobs zum Opfer gefallen waren. 122 der Betroffenen gehörten seinerzeit zum Standort Namür.