Rote Teufel können in Zagreb WM-Ticket lösen

Die belgische Nationalmannschaft ist am Mittwochabend in der kroatischen Hauptstadt Zagreb angekommen, um dort am Freitag zu versuchen, das Ticket zur Fußball-WM in Brasilien zu holen. Gegen Kroatien reicht ein Unentschieden zum Weiterkommen, doch die Roten Teufel wollen unbedingt gewinnen.

Ein Sieg gegen die Kroaten, die sich ebenfalls noch Chancen zur Qualifikation ausrechnen, ist allerdings kein leichtes Unterfangen, denn Nationaltrainer Marc Wilmots muss unter anderem auf Kapitän Vincent Kompany verzichten, der sich bei einem Spiel in der englischen Premier League verletzt und ausfällt. Stürmer Christian Benteke fällt gegen Kroatien ebenfalls verletzungsbedingt aus, ist aber am kommenden Dienstag in Brüssel gegen Wales wieder mit dabei.

Insgesamt ist die Stimmung der Belgier in Zagreb aber bestens. Am Mittwochnachmittag wurden sie von rund 3.000 Fans auf dem Rollfeld des belgischen Nationalflughafens in Zaventem, das für zwei Stunden zur Fanmeile wurde, verabschiedet, um in Zagreb einen bemerkenswerten Zwischenfall zu erleben. Der Fahrer des Busses, der die Roten Teufel zu ihrem Mannschaftshotel bringen sollte, war sturzbetrunken und wurde von der Polizei verhaftet. Letztendlich übernahm ein Mitglied der Begleitgruppe der belgischen Sponsoren der Nationalmannschaft das Steuer und fuhr unsere Jungs sicher ins Quartier.

Dort wurde und wird an der Mannschaftsaufstellung geschlüsselt. Wie gesagt: Kompany und Benteke fallen gegen Kroatien aus und bei Marouane Fellaini ist das Auflaufen ebenfalls noch unsicher. Die Verteidigung muss Nationalcoach Wilmots umstellen und greift dabei auf Daniel Van Buyten zurück, der allerdings wenig Spielerfahrung hat, weil er unter Pep Guardiola bei den Bayern ständig auf der Bank sitzt.

Im Sturm haben Kevin De Bruyne und Eden Hazard die besten Karten, auch wenn De Bruyne bei Chelsea-Trainer José „The Special One“ Mourinho in Ungnade gefallen ist und zumeist auf der Tribüne sitzt. Aber, sein Chelsea-Kollege Hazard ist siegesgewiss. Er sagte, dass man nicht nach Zagreb fahre, um dort nur einen Punkt zu holen. Hazard will gegen die mit Sicherheit stark aufspielenden Kroaten absolut gewinnen und forderte von sich und seiner Mannschaft das Äußerste.