Makler soll Grundstücke von Ford verkaufen

Ford hat einen Makler, der sich auf internationaler Ebene mit großen Liegenschaften beschäftigt, damit beauftragt, das Gelände der Autofabrik in Genk in der Provinz Limburg zu verkaufen. Die meldet die flämische Regionalzeitung Het Belang van Limburg in ihrer Freitagsausgabe.

Die Direktion von Ford Europa kündigte dies bei einem Treffen mit den Gewerkschaften des ab Ende 2014 geschlossenen belgischen Ford-Montagewerks. Allerdings werde in erster Instanz versucht, einen Investor zu finden, der die Anlagen übernehmen kann, hieß es weiter dazu. Nur wenn kein neuer Investor gefunden werden sollte, werden die Liegenschaften im Industriegebiet der ehemaligen imburgischen Bergbaustadt Genk verkauft, so Ford Europa.

Das Gelände ist etwa 140 ha groß und in der Region gilt ein Richtwert von 30 € pro Quadratmeter Industriegelände. Das bedeutet, dass das Grundstück auf einen Verkaufspreis etwa 42 Mio. € geschätzt wird.

Vor knapp einer Woche wurde bekannt, dass ein Teil der Gebäude der Genker Ford-Fabrik nach der Schließung Ende 2014 abgerissen werden müssen. Nach Ansicht der Feuerwehr und des Bürgermeisters von Genk, Wim Dries (CD&V) entsprechen einige der Lager- und Montagehallen des Werks nicht mehr den heute gültigen Brandschutzbestimmungen und sind längst veraltet, was auch Flanderns Umweltministerin Joke Schauvliege (CD&V) bestätigte.