750 Demonstranten in Brüssel beim Marsch gegen Monsanto

Am Samstag haben in Brüssel hunderte Demonstranten gegen den Biotechnologie-Riesen Monsanto protestiert. Die örtliche Polizei zählte 750 Teilnehmer. Die Aktion, bei der die Demonstranten vom Schuman-Platz in Richtung Büros von Monsanto in Sint-Pieters-Woluwe zogen, richtet sich gegen die Genmanipulation von Saatgut.

Es handelt sich um einen weltweiten Protest, der zeitgleich in rund 500 Städten statt findet. Kritisiert werden Marktkonzentration, Patentvorgehen und die nicht ausreichende Erforschung von Risiken bei genmanipulierten Lebensmitteln.

Die Demonstranten weisen auf Risiken für Gesundheit und Umwelt hin, die der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVOs) mit sich bringt. Genmanipulierte Lebensmittel können zu schweren Gesundheitsproblemen wie Tumoren, Unfruchtbarkeit oder genetischen Abweichungen führen, heißt es.

Die Demonstranten plädieren für eine "souveräne Lebensmittelpolitik und eine ökologische und verantwortungsbewusste Landwirtschaft".

Die Aktion begann nicht zufällig am Schuman-Platz in Brüssel. "Hiermit wollen wir an den Druck erinnern, der durch Lobbyisten und Unternehmen wie Syngenta, Bayer, Monsanto...auf die europäischen Einrichtungen ausgeübt wird", so Kevin Hauzeur von Occupy Belgium. "Es ist schon das zweite Mal in diesem Jahr, dass Bürger weltweit Multinationals wie Monsanto kritisieren, deren Produkte gesundheitsgefährdend sind. Wir wollen eine Alternative für ihre produktive Logik bieten."