Triathlon: Belgier gewinnt Ironman auf Hawaii

Der Belgier Frederik Van Lierde hat am Samstag den Ironman auf Hawaii gewonnen. Das ist die größte Auszeichnung im Triathlon. Es ist der zweite große Sieg für den 34-Jährigen in diesem Jahr. Letzten Juni gewann er das dritte Jahr in Folge den ersten Platz beim Ironman-Wettkampf in Nizza.

Van Lierde finishte in Kona nach 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in einer Zeit von 8:12:29 Stunden und sicherte sich den WM-Titel.

Den zweiten Platz erzielte der Australier Luke McKenzie. Dritter wurde der Karlsruher Sebastian Kienle.

Insgesamt landeten zwei Belgier in den Top Ten. Der Belgier Bart Aernouts landete auf dem achten Platz.

Van Lierde ist der zweite Belgier, der den Titel auf Hawaii holte. Nur sein heutiger Trainer und Namensvetter Luc Van Lierde (die beiden sind nicht verwandt) hat den Titel vor ihm 1996 und 1999 erzielt.

"Ich habe versucht, den Wettkampf klug abzuarbeiten und das ist gut gelungen", erzählte ein überglücklicher Van Lierde am Finish. "Nach letztem Jahr habe ich gewusst, dass ich hier gewinnen kann. Ich habe in diesem Jahr sehr hart trainiert. Noch nie zuvor habe ich so hart trainiert und hatte ich ein so gutes Gefühl. Das ist das Schönste, was ich mir erträumt habe."

Van Lierde: "Der Plan ist aufgegangen"

"Das ist unbeschreiblich. Es ist die Krönung meiner Karriere. Der Plan ist aufgegangen und alles hat perfekt geklappt", sagte Van Lierde gegenüber dem VRT-Sportsender Sporza.

"Schon am Start fühlte ich, dass es gut gehen würde. Ich bin noch nie so locker vorne mitgeschwommen. Zu Beginn des Radwettkampfes habe ich den Rest absichtlich ein bisschen fahren lassen, denn ich weiß, dass es dann immer zu schnell geht. Nach 50 Kilometern habe ich aufgeholt."

"Beim Nachschub habe ich ein bisschen den Anschluss zu McKenzie und Kienle (die Zweiter und Dritter wurden) verloren, aber ich wollte meine Versorgung auf keinen Fall ausfallen lassen. Einige Athleten machen einfach weiter, aber Nahrung ist für mich super wichtig. So war ich auch ein bisschen frischer beim Laufen."

"Auch beim Marathon habe ich nicht zu schnell gestartet, so dass ich auf dem zweiten Abschnitt das gleiche Tempo halten konnte. Das lohnt sich letztlich auch. Du musst Geduld haben und dann klappt das von alleine."

Letztes Jahr wurde Van Lierde Dritter, jetzt hat er gewonnen. Auf die Frage, ob er sein Vorgehen in den letzten Monaten verändert habe, antwortete er: "Nein, es gibt viele Parallelen zu letztem Jahr."