Belgiens Judoka Van Snick bei Kokainkonsum erwischt

Bei einer Kontrolle während der Judo-WM im August ist Charline Van Snick positiv auf Doping getestet worden. Dem französischsprachigen öffentlich-rechtlichen Sender RTBF zufolge habe sie Kokain genommen. Van Snick reagierte niedergeschlagen auf die Nachricht. Sie verstehe das gar nicht, so die Judoka. Sie habe keine einzige Kontrolle verpasst und kein einziges verbotenes Produkt genommen, um ihre Leistungen zu verbessern. Van Snick will jetzt mit ihrem Anwalt zusammen ihre Unschuld beweisen.

Van Snick wurde Ende August während der WM im brasilianischen Rio de Janeiro positiv getestet. Dort gewann Charline Bronze in der Klasse bis 48 Kilogramm.

Die 23-jährige Lütticherin holte letztes Jahr auch Bronze bei den Olympischen Spielen in London.

Van Snick, die gleichzeitig zweifache Vize-Europameisterin ist, riskiert, für zwei Jahre gesperrt zu werden und den Verlust ihrer WM-Bronzemedaille.

In einer Reaktion gegenüber der Presseagentur Belga will der Vorsitzende des französischsprachigen Judoverbandes, Michel Bertrand, die Nachricht weder bestätigen noch dementieren. 

"Wir sind an Verfahrensweisen gebunden und müssen die Ermittlungen geheim halten", heißt es.

Van Snick: "Ich verstehe das nicht!"

Van Snick, die vom RTBF angerufen wurde, reagiert geschockt: "Ich habe vom internationalen Verband die Nachricht erhalten, dass mein Test positiv war. Ich verstehe das nicht!", heulte sie.

"Es wurden Spuren von Kokain gefunden. Diese Nachricht hat mich komplett überrascht, denn ich bin immer vorsichtig in solchen Dingen. Ich habe keine einzige Kontrolle verpasst und kein einziges verbotenes Produkt genommen, um meine Leistungen zu verbessern."

Van Snick will das nicht auf sich sitzen lassen: "Mein Anwalt und ich bereiten eine Akte vor, um meine Unschuld zu beweisen. Wir warten jetzt auf eine Bestätigung und mehr Informationen über die Kontrolle."