"Das Vertrauen ist wieder da!"

In seiner dritten und letzten Regierungserklärung in dieser Legislatur hat Premier Di Rupo vor allem über das wiedergewonnene Vertrauen der Bürger gesprochen. Er rief die einzelnen Landesteile dazu auf, ihre Kräfte zu bündeln und betonte, dass keine neue Staatsreform anstehe.

Traditionell findet die 'state of the union' am zweiten Dienstag im Oktober statt. Nach den Wahlen letztes Jahr, waren es in diesem Jahr eher die Haushaltsgespräche, die dieses Mal für Verspätung sorgten.

Di Rupo begann seine Rede mit: "In unserem Land hat sich innerhalb von zwei Jahren viel verändert." Er sei stolz auf die Wahl, die die Koalitionspartner vor zwei Jahren  - nach über 500 Krisentagen - getroffen hätten. "Eine Wahl zwischen agieren oder kritisieren", hieß es weiter. "Eine Wahl, gegen die Probleme vorzugehen, Brücken zu bauen und für konkrete Lösungen für die Bürger und die Unternehmen zu sorgen."

Weiter betonte der Premier das wiedergewonnene Vertrauen, mit dem Belgien "wieder Fortschritte" mache. Das Wunderrezept sei, unser Land nicht in eine Spirale der Rezession  zu stürzen, sondern Sparmaßnahmen mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu kombinieren. Deshalb würden heute viele europäische Länder ihren Blick nach Belgien richten, so Di Rupo noch.

Er gestand aber auch, dass die Erholung unseres Landes noch sehr schwach sei und rief alle Bürger dazu auf, die Kräfte zu bündeln. Eine Wiederbelebung sei auf allen Ebenen nötig mit gemeinsamen Initiativen. Wie ein Zauberwort ließ er den Begriff Zusammenarbeit fallen. "Zusammen, der föderale Staat, die Regionen, Gemeinschaften, Bürger und Unternehmen, sind wir zu großen Dingen im Stande", so der Premier, der auch explizit die Entschlossenheit der belgischen Unternehmer lobte.