Krankenkassen: "Mehr Generika verschreiben!"

Die Sozialistische Krankenkasse fordert, dass die belgischen Apotheken in weitaus mehr Fällen verpflichtet werden sollten, Patienten und Kunden stets das günstigste Medikament, zum Beispiel Generika, anzubieten. Dies könne auf Jahresbasis Einsparungen von bis zu 112 Mio. € bringen, was sich sowhhl auf die Patienten, als auch auf die Krankenkassen positiv auswirke, hieß es dazu.

Schon jetzt werden die Ärzte in Belgien dazu angehalten, mehr und mehr auf die Inhaltsstoffe der von ihnen verschriebenen Medikamente zu achten, als auf Markennamen.

Apotheker werden in einigen Fällen sogar dazu verpflichtet, stets die günstigsten Medikamente anzubieten, z.B. Generika, die die gleichen Inhaltsstoffe vorweisen, wie Markenartikel, jedoch wesentlich billiger sind. Paul Callewaert von der Sozialistischen Krankenkasse im belgischen Bundesland Flandern forderte in einem Gespräch mit dem flämischen Wirtschaftsblatt De Tijd, dass man dieses System ausweiten sollte.

Ergänzend dazu sagte Callewaert am Dienstagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass man damit viel Geld sparen könnte: "In acht von 10 Fällen werden Generika heute schon automatisch verschrieben, doch das kann noch besser werden. Man könnte z.B. schon am Anfang einer Behandlung von chronischen Krankheiten Generika verschreiben. Alleine bei der Behandung von Personen im Rentenalter könnten auf diesem Wege 77 Mio. € eingespart werden." Die Sozialistische Krankenkasse rechnet vor, dass insgesamt bis zu 122 Mio. € jährlich eingespart werden könnten.

Dies würde auf der einen Seite den Geldbeutel der Patienten entlasten und auf Ebene der Krankenkassen Gelder freimachen, die andernorts, z.B. bei der oftmals kostenaufwändigen Behandlung von seltenen Krankheiten, eingesetzt werden könnten, so Callewaert.