Briten wollen 400.000 €: Belgiens Botschaft ist säumig

Die belgische Botschaft in London weigert sich schon seit zehn Jahren Abgaben bezwiehungsweise die City-Maut und die sich daraus ergebenden Bußgelder zu bezahlen. Jetzt fordern die Briten eine Bezahlung der noch offenen Bußgelder in Höhe von knapp 400.000 Euro und ziehen dafür vor den internationalen Gerichtshof. Das schreibt die Zeitung Het Laatste Nieuws am Freitag.
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Dem Staatsunternehmen Transport for London (TfL) zufolge weigerten sich die belgischen Diplomaten schon seit zehn Jahren die so genannte Congestion Charge zu bezahlen und ebenso die Strafen die sich daraus ergäben. Die Congestion Charge ist eine  Abgabe, die 2003 eingeführt worden ist, um die Zahl der Autos in der Londoner Innenstadt zu reduzieren und sei laut der Briten eine Abgabe für eine Leistung und keine Steuer. 

"Das bedeutet, dass Diplomaten nicht von der Bezahlung frei gestellt sind. Ungefähr drei Viertel aller Botschaften in London bezahlen diese Abgabe ohne Murren. Eine kleine Minderheit weigert sich jedoch hartnäckig, wie alle anderen ihren Beitrag zu leisten. Trotz mehrerer Initiativen über diplomatische Kanäle", erklärt Paul Cowperthwaite, der Chef vom Dienst bei TfL.

Insgesamt fordert London auch noch 87 Millionen Euro von anderen internationalen Diplomaten, die besagte Abgabe nicht bezahlen wollen. Außer den Belgiern handelt es sich unter anderem um die Amerikaner (7,5 Millionen), die Japaner (5,08 Millionen)  und die Russen (4,95 Millionen).