Tragödie: 11 Tote bei einem Flugzeugabsturz

Beim Absturz eines Flugzeugs in Marchovelette, einer Ortschaft, die zur Gemeinde Frenelmont in der Provinz Namür gehört, sind die 11 Insassen der Maschine ums Leben gekommen. Das Flugzeug beförderte Fallschirmspringer zu ihrem Sprung, stürzte aber aus bisher ungeklärter Ursache ab.

Nach Augenzeugenberichten ist das Flugzeug bei Marchelovette gegen 16 Uhr am Samstagnachmittag aus vollem Flug heraus in ein Feld gestürzt. Die Maschine war auf dem Flugplatz von Temploux bei Namür zu einer Lufttaufe im Rahmen einer Geburtstagsfete aufgestiegen und soll in der Luft Feuer gefangen haben. Andere Augenzeugen berichteten von Problemen an der rechten Tragfläche der Maschine. Spekulationen zufolge soll die Maschine vor einigen Jahren schon einmal abgestürzt sein.

Nach Angaben des Bürgermeisters der Gemeinde wurden in den Trümmern der Maschine, in der der Pilot und 10 Fluggäste, darunter eine Frau - allesamt erfahrene Fallschirmspringer - ums Leben kamen, drei geöffnete Fallschirme entdeckt. Dies könnt belegen, dass einige der Insassen versucht haben, sich durch einen Absprung zu retten.

Doch offensichtlich ist dies misslungen. Im Laufe des frühen Abends erreichten die Hilfskräfte den Unfallort. Das Unglück ist der schwerste Flugunfall, den unser Land jemals erlebt hat.

"Das ist eine nationale Tragödie"

Premierminister Elio Di Rupo (PS) teilte den Angehörigen der Opfer zunächst über Twitter seine Anteilnahme mit: "Flugzeugunglück bei Namür: Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und den ihnen Nahestehenden."

Im  Laufe des Abends begaben sich König Philippe, Premierminister Di Rupo und Innenministerin Joëlle Milquet (CDH) zum Unfallort, um den Angehörigen ihre Anteilnahme vor Ort zu bekunden. Dies sei eine nationale Tragödie, so die Innenministerin, denn ein Flugzeugunglück mit einer solch hohen Zahl von Todesopfern hat Belgien seit 1961 nicht mehr erlebt.

Die Opfer sind allesamt erfahrene Fallschirmspringer im Alter von 21 bis 40 Jahren. Im Rahmen einer Pressekonferenz zu dieser Tragödie lobten alle Beteiligten den Einsatz der Hilfskräfte vor Ort: Erste Hilfe, Polizei und Feuerwehr.

Im Laufe des Samstagsabend kamen Beileidsbekundungen von Politikern aus allen Regionen des Landes. Auch Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) bekundete Angehörigen und Freunden der Opfer in einer Pressemitteilung seine Anteilnahme.