19. "Nacht ohne Unfälle" auch in Belgien

In der Nacht zum Sonntag fand in ganz Europa die „Nacht ohne Unfälle“ statt. Auch in Belgien bemühten sich die engagierten „Responsible Young Drivers“ darum, Jugendliche beim Ausgehen von den Gefahren von Alkohol oder Drogen am Steuer zu überzeugen.

Rund 100 ehrenamtliche Helfer der „Responsible Young Drivers” hatten sich in der Nacht zum Sonntag in ganz Belgien vor Kneipen und Diskos postiert, um dort junge Menschen von den Gefahren von Alkohol oder Drogen am Steuer zu warnen.

Diese Aktion fand europaweit nun schon zum 19. Mal statt. Die belgischen „Responsible Young Drivers“ sind seit 11 Jahren aktiv und gelten in den anderen 26 EU-Mitgliedstaaten als Vorbild. In der Neujahrsnacht sorgen sie z.B. für Fahrdienste, um ausgehende Jugendliche nach der Sylvesterfeier sicher nach Hause zu fahren.

Etwa 2.000 jugendliche Autofahrer nahmen in der vergangenen Nacht an der „Drivers“-Aktion in Belgien teil und versprachen, nicht viel zu trinken und sich auf keinen Fall mit mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut ans Steuer zu setzen.

85 % der Angesprochenen hielt sich an das Versprechen, doch der Rest ignorierte dies nach durchzechter oder durchfeierter Nacht und fuhr trotzdem mit dem Wagen nach Hause oder weiter in andere Kneipen oder Amüsierläden. Dieses Resultat schwächt das Ergebnis der diesjährigen Aktion leider etwas ab.

Tempokontrolle in Brüssel

In der vergangenen Nacht hat die Brüsseler Polizei eine umfassende Geschwindigkeitskontrolle in der Hauptstadt-Region durchgeführt und insgesamt 21.000 Fahrzeuge ins Auge genommen. 1.600 Autos fuhren zu schnell und wurden danach angehalten. Insgesamt wurden 75 Führerscheine direkt eingezogen.

Einen traurigen Rekord stellte ein Raser ein, der mit 124 km/h in einer Tempo 50-Zone geblitzt wurde. Auf dem Brüsseler Ring wurde ein weiterer Raser gestellt, der 211 km/h fuhr, wo nur 120 km/h zugelassen war - übrigens die Autobahn-Richtgeschwindigkeit in Belgien.