400 Thalys-Fahrgäste in Brüssel gestrandet

Die Thalys-Gesellschaft wird den 400 Passagieren eines Zuges, der am Samstag durch die blockierte Schnellbahnstrecke zwischen Lüttich und Löwen seine Fahrt nicht wieder fortsetzen konnte, zu 100 % entschädigen. Die Reisenden verbrachten die Nacht in zwei Zügen der Schnellbahn-Gesellschaft und konnten erst am Sonntagfrüh weiterreisen.
BELGA/HANDOUT

Durch einen Selbstmord auf der belgischen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Lüttich und Löwen war die Schnellbahnverbindung Köln-Brüssel-Paris am Samstagabend erheblich gestört. Ein Thalys-Zug aus Köln in Richtung Paris war stundenlang blockiert stehengeblieben und konnte derart verspätet nicht weiter nach Paris fahren.

Ein Ersatzzug, der die Fahrt übernehmen sollte, wurde zu spät bereitsgestellt, nach dem weitere Pannen aufgetreten waren. Die Franzosen sperren ihre Hochgeschwindigkeitsverbindungen nachts und durch eine baustellenbedingte nächtliche Streckensperrung auf der klassischen Strecke in Frankreich konnte der Thalys letztendlich nicht mehr weiterfahren.

Die Fahrgäste wurden mit Bussen in den Bahnhof Brüsseler Süd/Midi gebracht, wo sie in zwei bereitgestellten Zügen die Nacht verbrachten. Dabei wurden sie vom Pesonal der Gesellschaft mit Essen, Trinken und warmen Decken versorgt. Erst am Sonntagmorgen um 5 Uhr 42 konnten sie an Bord eines neuen Thalys-Zuges ihre Fahrt in die französische Hauptstadt fortsetzen.

Der Ersatzzug, der die Reisenden noch am Samstagabend nach Paris bringen sollte, war in Panne gefallen, weshalb die improvisierte Übernachtung organisiert werden musste. Allerdings waren die meisten Betroffenen voll des Lobes über den Einsatz des Thalys-Personals. Zudem gab eine an Bord des Zuges befindliche Salsa-Kapelle ein spontanes Konzert auf dem Bahnsteig in Brüssel Süd/Midi.