EZB-Stresstests auch für belgische Banken

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt (Foto) wird ab November 124 Banken aus der Eurozone, darunter auch wichtige belgische Finanzinstitute, genauer unter die Lupe nehmen. Während 12 Monaten werden diese Banken einem Bilanzcheck und einem so genannten „Stresstest“ unterzogen. Damit will die EZB das Vertrauen in die Banken wieder stärken.

In einer Pressemitteilung von Seiten der EZB heißt es dazu, dass diese Beurteilungen in Zusammenarbeit mit den zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden, wie den Nationalbanken, durchgeführt werden. Zudem würden „unabhängige Dritte“ auf allen Ebenen diese Beurteilungen unterstützen.

Diese Beurteilungen werden auf drei Ebenen ausgeführt: Risikobeurteilung, Beurteilung der Qualität der Aktiva und der eigentliche „Stresstest“. In Belgien müssen sich folgende Finanzinstitute diesen Tests unterziehen: AXA Bank Europa, Belfius Bank, Dexia n.v., Investar (die Holding der Argenta Bank), die KBC Gruppe und The Bank of New York Mellon.

EZB-Präsident Mario Draghi (kleines Foto) gab dazu an, dass die Resultate der Beurteilungen auf Ebene der Banken und auf Ebene der Länder veröffentlicht werden sollen. Dabei soll Transparenz im Vordergrund stehen:

„Eine breite Beurteilung, die uniform auf alle wichtigen Banken angepasst wird, ist ein für Europa ein wichtiger Schritt voraus und auch ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Wirtschaft in der Eurozone. Transparenz ist das Hauptziel dieser Beurteilung. Wir erwarten, dass diese Beurteilung das Vertrauen der Wirtschaft in die Solidarität der Banken in der Eurozone verstärken wird.“

AP2012