Brüssel: Demo gegen willkürliche Sanktionen

Mehr als 2.000 junge Leute sind laut der Presseagentur Belga am Samstag in Brüssel auf die Straße gegangen, um gegen kommunale administrative Sanktionen zu protestieren. Belga beruft sich bei den Zahlen auf die Brüsseler Polizei.

Die Kommunen können selbst entscheiden, welche Arten der Belästigung mit einem kommunalen Bußgeld bestraft werden. 

Diese Willkür ist den Demonstranten ein Dorn im Auge. "Das ist das Problem. Die Bußgelder sind vom Gutdünken und dem Auftreten der örtlichen Polizei abhängig", sagt der Organisator Mattias Vanderhoogstraete.

Es handele sich hierbei um mittelalterliche Zustände. Im 21 Jahrhundert sollten alle gleich sein vor dem Gesetz, heißt es noch.

Die Demonstranten, die die Abschaffung des Systems der Bußgelder fordern, zogen vom Nordbahnhof aus zum Munt-Platz in der Innenstadt.

Die Demonstranten gehörten unterschiedlichen Vertretern wie Gewerkschaften, linken Bewegungen und Studentenbewegungen an. Die Menschenrechtsliga und die Partei der französischsprachigen Grünen Ecolo liefen auch mit.