Sturmtief Christian sorgte für Probleme

Der aus Richtung Südwesten kommende Sturm, der seit der Nacht zum Sonntag über Belgien zog, sorgte auch in Flandern für Probleme. Der Berufsverkehr per Auto oder per Zug brachte Staus und Verspätungen. Auch die internationale Bahnverbindung mit dem Eurostar zwischen London und Brüssel war gestört, denn auch in Großbritannien herrschte Wetterchaos.

Zeitweise war die Autobahn E 40 zwischen Gent und Brüssel auf Höhe von Affligem durch einen umgestürzten Baum versperrt. Diese Störung ist inzwischen beseitigt, genau wie auf der A12 in Antwerpen-Süd, wo ebenfalls ein abgeknickter Baum für Verkehrsprobleme sorgte.

In Zemst war eine wichtige Landstraße zeitweise versperrt, weil abgerissene Stromkabel auf der Fahrbahn lagen. An der E 34 bei Oelegem war die Fahrbahn Richtung Turnhout zeitweise gesperrt gewesen, weil ein LKW aus Deutschland im Sturm umgeschlagen war.

Aus dem Flämischen Verkehrszentrum war allerdings zu vernehmen, dass sich die Verkehrsprobleme auf den Straßen im Bundesland in Grenzen hielten. Zum einen sind Herbstferien und zum anderen waren die Verkehrsteilnehmer vorgewarnt. Doch galt weiter ein Aufruf zur Vorsicht, denn es konnte im Laufe des Tages noch zu Problemen durch umherfliegende Gegenstände oder abgeknickte Bäume oder Sträucher kommen.

Einige Städte und Gemeinden in Flandern und auch im Rest des Landes ließen aus Vorsicht bis in die Mittagsstunden Friedhöfe, Parks oder Waldgebiete sperren, denn auch hier lauerten Gefahren durch den weiter stark wehenden Sturm. In Antwerpen und Mechelen blieben die Tierparks bis 13 Uhr geschlossen. Große Probleme mit dem Sturm hatte auch der Hafen in Antwerpen, wo die Kräne beim Laden und Löschen von Schiffen zeitweise nicht präzise arbeiten konnten.

In Merksem bei Antwerpen war in der Nacht zum Montag ein Baugerüst zusammengebrochen. Menschen wurden dabei nicht verletzt. In Vilvoorde bei Brüssel musste die Feuerwehr gleich mehrmals wegen umgeknickter Bäume ausrücken.

Probleme bei der Bahn

Die belgische Bahn hatte im Personenverkehr in der Stoßzeit am Montagmorgen eigentlich recht wenig Schwierigkeiten. Allerdings kam es zu Verspätungen, weil Züge wegen des Sturmwinds örtlich nicht schnell fahren konnten. Örtlich, wie z.B. in der Region Brüssel-Hauptstadt, sorgten allerdings Gegenstände auf den Schienen für Hindernisse.

Problematischer war hingegen der Schnellverkehr mit dem Eurostar zwischen Brüssel und London. Die Frühzüge in beiden Richtungen waren gestrichen worden, weil Gegenstände auf den Hochgeschwindigkeitsstecken in beiden Ländern beseitigt werden mussten. Diese Streckenabschnitte wurden vor jeder Zugfahrt kontrolliert, weshalb die späteren Abfahrten bis zu einer Stunde Verspätung hatten.