Ketchupkrieg: Keine Folgen für Heinz in Turnhout

Dass die Fast-Food-Kette McDonald’s ihren Liefervertrag mit dem Ketchup-Hersteller Heinz beendet, hat offenbar keine unmittelbare Folgen für den belgischen Standort des Unternehmens. Im Rahmen einer außerordentlichen Betriebsratssitzung bei Heinz in Turnhout wurde bekannt, dass die Verträge noch bis 2014 gültig sind und dass sich Alternativen andeuten.

Bei Heinz in Turnhout gehen 40 % der Ketchup-Produktion an McDonald’s. Demnach ist die Fast-Food-Kette für die rund 150 Mitarbeiter des Standorts bei weitem der wichtigste Kunde. Nach der Scheidung zwischen Heinz und McDonald’s nach 40 Jahren Lieferehe befürchteten die Gewerkschaften in Turnhout das Schlimmste und forderten deutliche Information von Seiten der Direktion. Doch diese konnte Entwarnung geben.

Zum einen laufen die Verträge zwischen McDonald’s noch bis Ende 2014 und zum anderen würden derzeit in den USA Gespräche geführt, um diese Verträge zumindest noch bis mindestens 2016 weiterzuführen, sagte die Heinz-Direktion in Turnhout am Montagabend.

Gewerkschaften und Direktion gaben auch bekannt, dass Heinz zur Investment-Gesellschaft 3G Capital gehöre. Dazu gehöre auch Burger King, der Stein des Anstoßes. Bekanntlich ist der neue CEO von Heinz ein Ex-Burger King-Manager, was McDonald’s übel aufstößt. Mit einem ehemaligen Burger King-Boss will man dort nichts zu tun haben, deshalb wurde die Scheidung eingereicht. Dies wiederum sorgt beim Personal von Heinz in den europäischen Standorten für Angst um den Arbeitsplatz. Doch vielleicht bietet dieser Markt der Eitelkeiten Heinz ja mit Burger King einen neuen Kunden.