Wind und Sonne sorgten für billigen Strom

Am vergangenen Wochenende sind die Preise für Strom in Belgien deutlich gesunken. Das sonnige Wetter am Samstag und die recht heftigen Sturmwinde am Sonntag und am Montag haben dafür gesorgt, dass mehr Strom produziert wurde, als eigentlich notwendig war.
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Ein weiterer Grund für die Preissenkung an den Märkten auch in Belgien war neben den günstigen Momenten für Sonnen- und Windenergie die Tatsache, dass Kernkraftwerke ihre Produktion nicht kurzfristig drosseln können. So wurde in Doel und in Tihange ebenfalls mehr Strom produziert, als verbraucht wurde.

Die Privathaushalte profitieren von solchen Preissenkungen eher nicht, wohl aber die Abnehmer aus der Großindustrie. Sie profitieren von den Schwankungen an den Strommärkten, während die Haushalte Verträge mit Festpreisen für Elektrizität haben.

Am Montag lieferten die belgischen Windkraftanlagen übrigens rund ein Fünftel des Tagesverbrauchs an Strom, denn die heftigen und anhaltenden Böen ließen die Windräder ohne Ende drehen. Rekorde wurden bei der Produktion allerdings hier nicht gebrochen, denn einige Anlagen, z.B. jene auf den Sandbänken vor der Nordseeküste, wurden aus Sicherheitsgründen während des Sturms abgeschaltet.