Belgische Lokführer streiken am 5. November

Am kommenden Dienstag, den 5. November, könnte es auf dem belgischen Bahnnetz zu empfindlichen Problemen kommen. Grund ist ein Streik der Mitglieder der 500 Mann starken Autonomen Gewerkschaft der Lokführer gegen den neuen Fahrplan, der im Dezember in Kraft tritt.

Die Autonome Gewerkschaft der Lokführer (ASTB) ist keine der offiziell in Belgien anerkannten Eisenbahnergewerkschaften, doch mit ihren rund 500 Mitgliedern kann sie bei einem Streik für erhebliche Probleme sorgen. Dies könnte der Fall am kommenden Dienstag sein, denn für diesen Tag hat diese Gewerkschaft einen 24 Stundenstreik angekündigt. Der Streik dauert von Dienstag um 3 Uhr morgens bis Mittwoch um 3 Uhr morgens.

Die Gewerkschaftsaktion richtet sich gegen die Dienstpläne, die angesichts des neuen Fahrplans ab dem 15. Dezember gelten werden. Nach Ansicht der ASTB sehen die neuen Dienstpläne zu kurze Ruhepausen für die Lokführer vor. Die anderen belgischen Eisenbahngewerkschaften VSOA, ACV-Transcom und ACOD Spoor nehmen an der Aktion nicht teil, denn sie wollen die Gespräche, die derzeit mit der Bahngesellschaft NMBS/SNCB in konstruktiver Atmosphäre geführt werden, nicht gefährden.

Die Bahn selber rät Berufspendlern und Fahrgästen inzwischen an, Vorsorge zu treffen, denn der Streik kann zu erheblichen Problemen im Reiseverkehr führen. Größere Probleme werden im belgischen Bundesland Wallonien erwartet, denn dort ist die ASTB deutlich stärker bei den Lokführern verankert, als in Flandern oder Brüssel.

Schwere Kritik gegen den Streik äußert der Fahrgastverband ZugTramBus (TTB). Er wirft der ASTB vor, den Streik zu kurzfristig anzukündigen. Den Pendlern bleibe angesichts des langen Allerheiligenwochenendes kaum Zeit, sich auf die Arbeitsniederlegung vorzubereiten und bis Dienstag nach Alternativen zu suchen.