Belgischer Geschäftsmann in Chicago vor Gericht

Ein Geschäftsmann aus Belgien steht in diesen Tagen in Chicago (Foto) vor Gericht, weil versucht haben soll, das Handels- und Wirtschaftsembargo gegen den Iran zu umgehen. Der 36jährige, der seit Juni in einem US-Gefängnis sitzt, wollte Aluminiumrohre in den Iran schmuggeln.
AP2012

Nicholas Kaiga, 36 Jahre alt und aus Belgien stammend, sitzt seit Juni dieses Jahres in einer amerikanischen Zelle. Ihm drohen in Zusammenhang mit Geschäften mit dem Iran, gegen das ein internationales Handelsembargo gilt, bis zu 20 Jahre Haft in den USA.

Der Fall kam ins Rollen, als ein Unternehmen aus Chicago im Jahr 2007 einen Anruf eines Geschäftsmannes aus dem Iran erhielt. Der Mann gab an, Aluminiumrohre für die iranische Luftfahrtindustrie kaufen zu wollen. Die FBI bekam Wind von den Vorgängen und bat das Chicagoer Unternehmen um die Mitarbeit in einer Undercover-Aktion. Das Unternehmen stimmte zu und ein FBI-Agent konnte sich als Mitarbeiter der Firma ausgeben.

2009 tauchte dann der in den USA tätige belgische Geschäftsmann Nicholas Kaiga in der Affäre auf. Er soll versucht haben, das Embargo gegen den Iran in dieser Sache zu umgehen, indem er behauptete die Aluminiumrohre seien für Belgien bestimmt. Belgien hatte zum Zeitpunkt dieses Deals noch kein Embargo gegen Exporte in den Iran verhängt.