Erster Frittenautomat in Belgien ist ein Flop

Nur zwei Monate nach seiner Inbetriebnahme ist Belgiens erster Frittenautomat bereits Geschichte. Der Automat, der vor einem Warenhaus im Brüsseler Stadtteil Molenbeek stand, rentierte sich nicht, wie die Brüsseler Regionalzeitung La Capitale meldet. Die Betreiber allerdings sind anderer Ansicht.

Als der Frittenautomat vor dem Proxy Delhaize-Warenhaus am Gentesteenweg in Molenbeek vor zwei Monaten die ersten Portionen zum Preis von 2,50 € ausgab, war dies eine medienträchtige Premiere, doch jetzt ist das Gerät bereits wieder verschwunden. Michel Vanbesin, der Geschäftsführer des Delhaize-Citymarktes gab dazu an, dass der Frittenautomat wohl nichts eingebracht hat: „Der Apparat stand hier aus Testzwecken, schien aber nicht rentabel. Am Anfang kamen viele Neugierige, doch danach verkauften wir höchstens eine oder zwei Portionen am Tag.“

In den letzten Tagen funktionierte der Frittenautomat auch nicht mehr und nach Ansicht von Michel Vanbesin war er auch niemals richtig eingestellt: „Normalerweise sollten wir eine SMS empfangen, wenn wir neue Fritten nachfüllen müssen, doch wir haben niemals eine Nachricht bekommen. Ich glaube nicht, dass das Konzept eine schlechte Idee war. Ich glaube aber auch nicht, dass hier der passende Ort dafür war. Ein Bahnhof oder eine Stelle, an der viel mehr Passanten entlang gehen, wäre wohl besser gewesen.“

Umdenken beim Betreiber

Das Unternehmen BreakTime Solutions, dass den Frittenautomaten entwickelte, ist mit dieser Ansicht nicht einverstanden: „Wir haben ganz einfach beschlossen, diesen Apparat nicht zu kommerzialisieren. Im Mai bringen wir ein besseres Model auf den Markt, für den bereits Bestellungen aus den USA und aus China vorliegen. BreakTime Solutions besteht übrigens auf der Feststellung, dass der Frittenautomat in Molenbeek sehr wohl gut funktionierte und regelmäßig gewartet und gefüllt wurde: „Wir haben viele Portionen am Tag verkauft.“