Wallonie leiht Arcelor Geld zum Investieren

Das belgische Bundesland Wallonien will dem Stahlkonzern ArcelorMittal 138, Mio. € leihen. Darauf haben sich die Gewerkschaften und die Direktion am Standort Lüttich mit dem Konzern einigen können. Das wallonische Geld soll in die Kaltstahlproduktion fließen.

Nach Meldungen verschiedener Zeitungen des frankophonen Sudpresse-Verlags einigte sich die wallonische Landesregierung mit der Direktion und den Gewerkschaften am ArcelorMittal-Standort Lüttich darauf, dass das Land dem Konzern insgesamt 138 Mio. € leiht. Dieses Geld soll in die Kaltstahlproduktion von ArcelorMittal investiert werden.

Nach der Schließung der Warmstahlproduktion in Lüttich haben Politik und Gewerkschaften alles daran gesetzt, einen völligen Kahlschlagbei ArcelorMittal im Maastal zu verhindern. Jetzt will der internationale Stahlkonzern die „strategische“ Produktion von hochwertigem Stahl für „Nischensektoren“ aufnehmen und setzt damit Pläne um, die bereits vor einiger Zeit vorgelegt worden waren.

Die Wallonische Region will damit nach Meldungen von Sudpresse in Lüttich „das wenige retten, das noch zu retten ist.“ Der Text zum jetzt getroffenen Vorabkommen spricht von „Investitionsprojekten, deren Einzelbereiche in einem akzeptablen Zeitraum von Seiten der Wallonischen Region auf die Konformität mit den europäischen Regeln hin geprüft werden.“