Konföderation? 4 von 10 Flamen positiv eingestellt

Etwa jeder vierte Flame (42 %) könnte sich mit den Vorschlägen zu einer Konföderation in Belgien, wie sie die N-VA vorschlägt, anfreunden. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen (52 %) lehnt die Pläne hingegen ab, wie eine Umfrage des Meinungsinstituts iVox im Auftrag des flämischen Privatsenders VTM ergab.

Die Nachrichtenredaktion „VTM Nieuws“ hatte iVox damit beauftragt, bei den Flamen nachzufragen, wie sie die Pläne der flämischen Nationaldemokraten der N-VA zur Zukunft Belgiens als Konföderation sehen. iVox befragte dazu 1.001 Personen in Flandern und Brüssel. Die Fehlermarge der Befragung wurde auf 3,1 % bewertet.

Auf die Frage, ob Belgien ein konföderaler Staat werden müsse, antworteten 46 % der Befragten mit „ja“ und ebenso viele mit „nein“. Die konkreten Vorschläge der N-VA können mit etwas weniger Zustimmung rechnen, denn hier stimmten 52 % der Befragten mit „nein“. Nur 27 % der befragten Flamen halten die N-VA-Vorschläge für finanzierbar und dementgegen glauben 48 % der Befragten, dass sie nicht bezahlbar sind.

Die Pläne für die Zukunft der Hauptstadt Brüssel (Flamen und Frankophone sollen sich individuell für Flandern oder die Wallonie entscheiden) stoßen bei 59 % der Flamen auf Wiederstand, denn sie seien nur unvollständig ausgearbeitet. 22 % der Flamen können sich allerdings damit anfreunden.

Das Vertrauen in Bart De Wever

Die Konföderalismus-Pläne der N-VA haben auch Einfluss auf das Vertrauen, dass die Flamen in den N-VA-Parteivorsitzenden, Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever. 46 % der Befragten gaben an, dass ihr Vertrauen in ihn gesunken sei. 20 % sagen, dass sie ihm jetzt mehr zutrauen und 33 % geben an, ihre Sicht von De Wevers Arbeit haben sich nicht dadurch verändert.

Besonders auffallend ist, dass 16 % von den Befragten, die angaben, N-VA-Wähler zu sein, jetzt weniger Vertrauen in den Parteivorsitzenden haben. Auf die Frage, wer denn der bessere Ministerpräsident für Flandern wäre, geben 56 % der Befragten dem Amtsinhaber Kris Peeters von den flämischen Christdemokraten CD&V den Vorzug und nur noch 25 % würden gerne Bart de Wever in diesem Amt sehen (kleines Foto).