Besetzung Gesù-Kloster geht weiter

Im Brüsseler Stadtteil Sint-Joost-ten-Node lehnen die etwa 250 Hausbesetzer eines ehemaligen Kloster das neue Unterkunftsangebot von Bürgermeister Kir ab. Sie fordern die Annullierung der angekündigten Zwangsräumung und eine feste Unterkunft für alle Hausbesetzer. Darunter sind auch viele Menschen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung und zahlreiche Kinder.

Am Samstagabend erneuerte Bügermeister Kir seine Ankündigung, dass ehemalige Gesù-Kloster werde auf jeden Fall zwangsgeräumt. Ein Datum nannte er aber nicht. Gemeinsam mit der Region Brüssel sucht er nach zeitlich befristeten Unterkünften für die Hausbesetzer. Insgesamt sollen zwanzig leerstehende Wohnungen zur Verfügung gestellt werden.

Bevor den Hausbesetzern aber eine neue Unterkunft zur Verfügung gestellt wird, müssen sie sich bei der Polizei ausweisen.

Die Hausbesetzer lehnen den Vorschlag des Bürgermeisters aber ab. Sie fordern, dass die Kommune die angekündigte Zwangsräumung abbläst und allen Besetzern eine dauerhafte Unterkunft gewährt. „Das vorliegende Angebot reicht nicht aus, um alle Betroffen unterzubringen und die Wohnungen der Region Brüssel sind noch nicht bezugsfertig“, erklärte Alexis Deswaef, der Anwalt der Hausbesetzer.

„Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass die Lebensbedingungen in dem ehemaligen Klostergebäude menschenunwürdig sind. Trotzdem fordern wir, dass die Betroffenen vorerst dort bleiben dürfen, weil ein Leben auf der Straße noch viele menschenunwürdiger ist. Was wir verlangen ist ein Gespräch mit der Kommune und der Region. “