Vater von vergessenem Baby riskiert 2 Jahre Haft

Der belgische Soldat, der am 25. Juli 2012 sein Baby in seinem Auto vergaß, wird sich vor dem Brüsseler Strafgericht wegen fahrlässiger Tötung aus mangelnder Umsicht verantworten müssen. Das hat die Brüsseler Ratskammer am Dienstag entschieden und wird von der Brüsseler Staatsanwaltschaft bestätigt. Der Mann riskiert eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren.

Am 25. Juli 2012 vergaß der Mann vor seiner Arbeit auf dem Militärstützpunkt Evere, seine Tochter in der Kita abzusetzen. Das Kind saß an dem Tag, dem wärmsten Tag des Jahres, den ganzen Tag im Auto und verdurstete aufgrund der extremen Hitze. Erst am Ende des Arbeitstages entdeckte der Soldat den leblosen Körper seiner Tochter. 

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf und entschied nach Ende dieser Untersuchungen, den Mann wegen fahrlässiger Tötung aus mangelnder Umsicht vor ein Strafgericht zu bringen. Die Anwälte des Mannes hatten die Ratskammer gebeten, den Soldaten nicht vor ein Strafgericht zu bringen, weil er aufgrund des Todes seiner Tochter schon genug gestraft worden sei. 

Die Ratskammer ist jedoch nicht darauf eingegangen und hat den Mann jetzt vor ein Strafgericht zitiert. Wann der Prozess statt finden wird, ist noch nicht bekannt gegeben worden.