Brüssel: Palästinensische Botschafterin bald im Amt

Belgien hat sich dazu entschlossen, den diplomatischen Status der Palästinensergebiete aufzuwerten. Nach entsprechenden Akkreditierungsschreiben aus beiden Richtungen kann sich die Vertreterin der Palästinensergebiete in Brüssel, Leila Shahid (Foto), in der kommenden Woche schon Botschafterin nennen.

Die diplomatische Anerkennung der palästinensischen Gebiete u.a. durch die belgische Bundesregierung bedeutet für diese Region einen weiteren Meilenstein, nach dem die Palästinenser seit November 2012 durch die Vereinten Nationen in New York als „wahrnehmender Nicht-Mitgliedstaat“ anerkannt werden.

Ein Jahr vorher wurden die Palästinensergebiete auch von der UNESCO anerkannt. Belgien stimmte diesem Schritt in beiden Gremien zu und die diplomatische Aufwertung der Vertretung in unserem Land folgt deutlich dieser Linie in Belgien.

Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) besucht an diesem Wochenende die Palästinensergebiete und trifft dort auch mit Präsident Mahmoud Abbas zusammen. Dort werden die letzten Schritte zur offiziellen Ernennung Leila Shahids als palästinensische Botschafterin in Belgien getan und im Laufe der kommenden Woche tritt sie ihr neu benanntes Amt an.

Nicht nur Belgien wertet den diplomatischen Status der Palästinensergebiete auf, sondern auch Luxemburg und die Europäische Union.