Belgien sucht Landsleute und schickt Helfer

Das Krisenzentrum des belgischen Außenamts hat ein Callcenter eingerichtet, über dass sich Landsleute, die sich derzeit auf den Philippinen aufhalten, in Brüssel melden können. Nach dem der Taifun Haiyan über die Philippinen gezogen ist, sucht Brüssel Kontakt zu etwa 100 Landsleuten vor Ort. Zudem machte sich ein B-Fast-Hilfsteam aus Belgien (Archivfoto) auf den Weg ins Katastrophengebiet.

Insgesamt leben etwa 800 Belgier permanent auf den Philippinen. Etwa 100 von ihnen haben sich nach dem Taifun bis Sonntag noch nicht gemeldet. Von 36 Landleuten ist lediglich bekannt, dass sie sich zum Zeitpunkt der Katastrophe in den am schwersten betroffenen Regionen aufgehalten haben sollen.

In einer Pressemitteilung ruft das belgische Außenministerium Landleute vor Ort und in Belgien wohnhafte Familienmitglieder dazu auf, sich telefonisch zu melden. Dazu wurde durch das Krisenzentrum des Außenamtes in Brüssel die Telefonnummer 0032/(0)2/501 40 00 freigeschaltet.

Außenminister Didier Reynders (MR), der sich zur Zeit in den Palästinensergebieten im Nahen Osten aufhält, veranlasste, dass sich ein B-Fast-Team des Roten Kreuzes (Foto oben) auf den Weg auf die Philippinen macht. B-Fast steht für "Belgian First Aid & Support Team".

Diese Teams richten nach Naturkatastrophen eine rasch funktionierende Interventions-Struktur ein, um Nothilfe vor Ort möglich zu machen. Das 30- bis 40köpfige B-Fast-Team machte sich am Sonntagnachmittag in Richtung Katastrophengebiet auf. An Bord ihres Flugzeugs, ein Airbus der belgischen Luftwaffe, befinden sich auch Journalisten aus Belgien, unter anderem aus unserem Hause, der VRT.

Erste Aufgabe des Teams ist die Errichtung eines Feldlazaretts und einer Anlage zur Aufbereitung von Trinkwasser. B-Fast soll etwa zwei Wochen lang im Katastrophengebiet auf den Philippinen bleiben.