Männer im Haushalt: Eine nachhaltige Familienlösung

Väter, die sich entscheiden, Hausmänner zu werden, sehen das als eine nachhaltige Lebensart für ihre Familie an. 88 Prozent der Hausmänner hat das traditionelle Rollenmodell schon seit über einem Jahr umgekehrt, 50 Prozent sogar schon seit über 5 Jahren. Das geht aus einer Umfrage bei 150 belgischen Familien hervor, in der der Mann zu Hause bleibt und sich um die Familie kümmert.
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Am morgigen Dienstag ist der "internationale Tag des Mannes". JUMP und Bain & Company führten mit Unterstützung der Ministerin für gleiche Chancen, Joëlle Milquet, die Umfrage durch. Daraus ergibt sich, dass die Familien, die sich dafür entscheiden, dass der Mann Hausmann wird, dies tun, damit die Frau ihre Karriere ausbauen kann und weil der Mann gerne mehr Zeit mit der Familie verbringen will.

In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich auch um einen langfristigen Plan. Über 50 Prozent der Hausmänner ist schon länger als fünf Jahre der Hauptverantwortliche für den Haushalt. Die Mehrzahl der so genannten Pionierväter ist auch zufrieden mit der Entscheidung, obwohl 30 Prozent manchmal doch gemischte Gefühle hat.

Nur 57 Prozent der Hausväter arbeitet Vollzeit. Das ist ein heikler Punkt, denn das Budget von nur einer zu 100 Prozent arbeitenden Person ist nun einmal weniger als das zweier ganztags arbeitenden Personen. Ein anderer Punkt ist, dass sich Väter, die sich ganz oder teilweise aus dem Berufsleben zurückziehen, oft sozial isolieren.

Väter beschweren sich übrigens, dass die Arbeitszeiten oft nicht besonders familienfreundlich seien. Haus-Papas wünschen sich vor allem eine größere familienfreundlichere Flexibilität am Arbeitsplatz.

Die Väter fordern den Staat auf, die Rolle des Hausvaters zu promoten, zum Beispiel durch den Vaterschaftsurlaub neu zu bedenken.