Belgien legt den Fall Bernard Tapie zu den Akten

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen Betrug gegen den französischen Geschäftsmann Bernard Tapie beendet und zu den Akten gelegt. Eine hohe Geldsumme, die die belgische Justiz blockierte, wurde ebenfalls freigegeben.

Ende Juli hatte Bernard Tapie 900.000 € von einem französischen Bankkonto aus nach Belgien überwiesen. Diese Überweisung ließ die Soko Geldwäsche der belgischen Bundespolizei aufhorchen, denn dort wurde vermutet, dass Tapie versuchte, Steuern zu hinterziehen.

Doch offenbar konnte der umstrittene französische Geschäftsmann belegen, woher dieses Geld stammt und was er damit vor hatte. Er gab an, er habe das Geld seinem in Belgien lebenden Sohn überwiesen zu haben, um dessen Unternehmensgründung hier zu unterstützen.

Dieser Erklärung folgten die belgische Justiz und die Geldwäsche-Ermittlung der Polizei und so wurde das Geld wieder freigegeben und die Klage zu den Akten gelegt. Gegen Bernard Tapie, einst Minister in Frankreich, Präsident des Fußballclubs Olympique Marseille und Manager beim Sportausrüster Adidas, wurde bereits mehrmals international ermittelt und er wurde auch bereits einige Male wegen Finanzdelikten verurteilt.