Neue Rufnummer bietet Hilfe in Notfällen

Belgiens Gesundheitsministerin Laurette Onkelinx (PS) hat am Mittwoch eine Neuregelung der Wachdienste im medizinischen Bereich vorgestellt, die ab 2016 in Kraft tritt. Darunter fällt auch eine neue Not- und Servicenummer für Patienten, die auf der Suche nach medizinischem Rat sind.

Ab 2016 bietet das belgische Gesundheitsministerium eine Notrufnummer an, über die Patienten dringenden medizinischen Beistand erhalten. Über die Notrufnummer 1733 kann permanent und rund um die Uhr Information erbeten werden, die über die Dienstleistung von Hausärzten hinausgeht.

Das beinhaltet sowohl konkrete medizinische Fragen, als auch Hilfe bei der Suche nach Hilfe und Beistand. Hier kann zum Beispiel erfragt werden, welche Hausärzte oder Apotheken zu nächtlicher Stunde in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde Wachdienst haben.

Nicht zuletzt leitet das Servicezentrum auch Anrufe zu Fachleuten in Frage kommenden Ärzten weiter. Konkrete Diagnosen werden aber telefonisch nicht gegeben.

Das belgische Gesundheitsministerium wird ab 2016 aktiviert und unter der Nummer 1733 sollen ab diesem Moment rund 45 Servicezentren mit permanenter Besetzung erreichbar sein. Interessanter Nebeneffekt kann sein, Patienten durch das bisher in Belgien bestehende Gewirr von verschiedenen Notrufnummern helfen zu können.

Wichtige Notrufnummern in Belgien

Notrufnummer für Feuerwehr oder Notärzte in Belgien: 100
Notrufnummer für Feuerwehr oder Notärzte in Europa: 112
Bei Vergiftungen: 070/245.245
Rotes Kreuz: 105
Permanente Wachdienste der Apotheken: 0900/10.500
Selbstmord-Telefon: 1813
Meldestelle für Gewaltfälle: 1712
Child Focus: 116.000

Alle anderen Nummern, z.B. von Krankenhäusern, für die Freiwillige Feuerwehr, für Hausärzte, für die lokale Polizei oder bei Strompannen oder Gasgeruch müssen auf lokaler oder regionaler Ebene selbst ausfindig gemacht werden.