Flandern: De Block populärste Politikerin

Belgiens Staatssekretärin für Asyl und Migration, Maggie De Block (Open VLD), ist Flanderns populärste Politikerin. Sie verdrängt den flämischen Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) von Platz 1, wie eine Wählerumfrage von VTM, RTL-TVi, De Morgen und Le Soir ergab. In Brüssel und Wallonien bleibt Premierminister Elio Di Rupo der beliebteste Politiker.

Nach dieser Umfrage, die die TV-Sender und Tageszeitungen aus beiden Landesteilen sechs Monate vor den Wahlen durchführte, kann Maggie De Block von den flämischen Liberalen Open VLD mit der Zustimmung von 65% der flämischen Wähler rechnen. Flanderns christdemokratischer Landeschef Kris Peeters holt 62% (- 4%), der Vorsitzende der flämischen Nationaldemokraten N-VA und Bürgermeister von Antwerpen, De Wever kommt mit 57% (- 6%) auf den dritten Rang.

Auf dem vierten Platz der beliebtesten Politiker in Flandern steht Belgiens Premierminister Elio Di Rupo (Foto) von den frankophonen Soeizlisten PS. In der Wallonie und in der Region Brüssel-Hauptstadt ist Di Rupo weiterhin der beliebteste Politiker.

Bei den Parteien bleibt die N-VA weiter die stärkste Partei mit 31,2 % der Stimmen. Die CD&V kommt auf 17,4 %, Open VLD auf 14,4 % und SP.A auf 13,1 %. Die drei genannten Parteien können leichte Stimmengewinne verbuchen. Größter Gewinner in Flandern sind die Grünen von Groen, die ein Pluz von 2,7 % erzielen und jetzt bei 8,9 % liegen. Verlierer sind der rechtsradikale Vlaams Belang der unter die 10 %-Marke rutscht und die populistische LDD, die noch nicht einmal mehr einen ganzen Prozentpunkt auf sich vereinen kann.

In der Wallonie (29,3 %) und in der Region Brüssel-Hauptstadt (24,1 %, -3,2 %) bleibt die PS die stärkste politische Kraft. Die liberale Reformbewegung MR verliert in Brüssel leicht an Boden und belegt in der Wallonie Platz 2 mit jetzt 21,7 %. Die frankophone Zentrumspartei CDH erzielte in der Wallonie 14 % und kommt damit auf Rang drei. Die frankophonen Grünen von Ecolo vereinen 11,3 % der Wählerstimmen auf sich. CDH und Ecolo müssen leichte Verluste hinnehmen. Gewinne verzeichnen hier die kleineren Parteien, wie die linksradikale PTB und die Radikal-Frankophonen FDF, ein ehemaliger Kartellpartner der MR in Brüssel.