Unternehmensvertrauen hellt sich deutlich auf

Im Monatsvergleich stieg der Indikator zum belgischen Unternehmensvertrauen von minus 7,7 Zähler im Vormonat auf minus 4,3 Punkte, wie die belgische Nationalbank (BNB) am Freitag in Brüssel mitteilte. Das belgische Geschäftsklima hat sich im November also wieder aufgehellt, nachdem es im Vormonat einen leichten Rücksetzer gegeben hatte.

Der Indikator erreichte damit den höchsten Stand seit Juli 2011. Volkswirte hatten hingegen nur eine leichte Aufhellung auf minus 7,0 Punkte erwartet. Zur Ermittlung des Geschäftsklimas befragt die belgische Notenbank rund 4.500 Unternehmen.

Das Geschäftsklima verbesserte sich beträchtlich im verarbeitenden Gewerbe und im begrenzten Ausmaß auch im Baugewerbe. Bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen gab es eine Eintrübung und im Handelssektor eine Stabilisierung.

Vierteljährige Vorlauffunktion

Wegen der engen wirtschaftlichen Verflechtung Belgiens mit den beiden größten Euro-Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich gilt das Unternehmensvertrauen als zuverlässiger Frühindikator für die gesamte Eurozone.

Obwohl Belgien lediglich rund 4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der Eurozone beiträgt, wird der Geschäftsklimaindex weithin beachtet. Dies liegt vor allem am hohen Offenheitsgrad der belgischen Volkswirtschaft, darüber weist das Land einen verhältnismäßig hohen Anteil an Herstellern von Vorleistungsgütern auf. Ökonomen attestieren dem Index eine etwa vierteljährige Vorlauffunktion für die Eurozone.

In Deutschland hatte sich das Ifo-Geschäftsklima im November ebenfalls überraschend stark aufgehellt. In Frankreich werden die November-Daten in der kommenden Woche erwartet.