Belgische Ex-Femen klettern auf Gebäude des Ausländeramtes

Fünf "Liliths" - ehemalige belgische Femen-Frauen - sind am Montagmorgen auf ein Baugerüst vor dem Gebäude des Innenministeriums in Brüssel geklettert. Sie haben dort ein Transparent angebracht, auf dem sie die Haltung der belgischen Regierung gegenüber Flüchtlingen in Belgien und die Politik der Budgetvergabe kritisieren.

Das Gebäude, auf das es die Liliths für ihre Aktion abgesehen hatten, beherbergt auch das belgische Ausländeramt IBZ.

Die fünf Aktivistinnen haben dort eine großes Transparent ausgerollt, auf dem zu lesen stand, "55 Millionen für die strafrechtliche Verfolgung, keinen einzigen Cent für diejenigen, die verhungern", "De Block, Du spinnst" und "Afghanen in Gefahr! Aber was machen die Polizisten?".

"In diesem Jahr hat die Staatssekretärin für Asyl und Migration sowie für soziale Integration, Maggie De Block, 90 Millionen ihres Budgets, das für die Hilfe von Asylbewerbern bestimmt war, zurückgegeben und hat damit Einsparungen auf dem Rücken der Schwächsten durchgeführt", so Margo Fruitier, Mitglied der Liliths.

"Gleichzeitig demonstriert die belgische Polizei gegen die Gewalt an ihren Leuten und die Regierung hat entschieden, ihr zusätzlich 55 Millionen für strafrechtliche Verfolgungen zuzugestehen."

Die Liliths (der Name bezieht sich auf die erste Frau von Adam, die sich nicht einfach unterwarf) treten auf wie eine feministische, antikapitalistische und anti-imperialistische Bewegung. Sie erweitern ihren feministischen Kampf, um auch gegen jede  Beeinträchtigung der persönlichen Freiheit vorzugehen.