Erster 100-Prozent belgischer Satellit ist fertig

Nach sechs Jahren Arbeit ist der belgische Nanosatellit Oufti-1 fertig und es steht einem Sart am 1. Januar 2015 nichts mehr im Wege. Die Studenten der Lütticher Universität sind stolz auf ihren Satelliten, den ersten 100-Prozent belgischen Satelliten.

Der Oufti-1 ist ein so genannter CubeSat und kaum 10 cm hoch. Das Ding wiegt 1,3 Kilo und hat trotz seines kleinen Umfangs alles, was ein Satellit braucht, um in rund 600 km hohen Umlaufbahnen (im Prinzip höchstens ein Jahr lang) um die Erde zu kreisen.

Die Hersteller sind auch stolz darauf, dass der erste Oufti-1 der erste sein wird, der D-STAR, ein digitales Kommunikations-Protokoll von Amateurfunkern, benutzt.

Mit welcher Trägerrakete der Nanosatellit ins All gebracht werden soll, ist am Montag noch nicht bekannt gegeben worden. In vorigen Mitteilungen war die Rede von einer leichte europäischen Vega-Trägerrakete. 

Proba-1 war 2001 der erste in Belgien hergestellte Satellit, aber Qinetic Space in Kruibeke stellte den Satelliten im Rahmen eines Programms der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA her. 

Wie bei Proba sind auch dieses Mal ausländische Partner an Oufti-1 beteiligt, insbesondere EADS-Astrium in Ottobrunn (Deutschland) und Luxspace in Betzdorf (Luxemburg).