Hässlicher Christbaum als Touristenattraktion?

Die Einwohner von Krombeke (Poperinge) in Westflandern haben nicht nur Humor, sondern machen gleichzeitig mit einem grottenhäßlichen Christbaum ihren Ort bekannter. Im Dorfkern steht das Katastrophenexemplar, das fast keine Äste mehr hat. "In der Vergangenheit hatten wir stets jemanden, der uns auf einen schönen Baum hinwies, aber in diesem Jahr ist das nicht der Fall gewesen", heißt es beim örtlichen Festkomitee.

Einen Vorteil hat der Baum jedoch, dem sogar schon eine (inzwischen jedoch wieder gelöschte) Facebookseite gewidmet wurde: Wer bislang noch nie etwas von Krombeke gehört hat, kennt den Ort jetzt.

"Jedes Jahr stellen wir einen Baum auf den Platz von Krombeke", so Paul Carbon (kleines Foto) vom Festkomitee. "In der Vergangenheit bekamen wir immer Tipps von Menschen, die wussten, wo ein passender Baum stand, aber in diesem Jahr haben wir keinen einzigen Tipp bekommen und uns selbst auf die Suche gemacht. Wir haben uns für dieses Exemplar entschieden", so Carbon.

Dass mit seiner Wahl Witze gemacht werden, stört Carbon nicht. Vielleicht locke der Baum ja Schaulustige an und dann könne sich der Betreiber des "Hof van Vlaanderen" (des einzigen Kaffees in Krombeke, Red.) freuen, lacht Carbon.