OECD warnt Belgien vor zunehmender Altersarmut

Nach Ansicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa, OECD, sind Renten und Pensionen in Belgien derart niedrig, dass das Thema Altersarmut in unserem Land in naher Zukunft akut werden könnte.

Der aktuelle Rentenbericht der OECD hat die Entwicklung der Altersvorsorge in den der Organisation angeschlossenen Ländern mit einander verglichen und kommt zu dem Schluss, dass Belgien im Bereich der industrialisierten Länder in dieser Frage unter dem Durchschnitt liegt. Danach liegt der Lebensstandard von Belgiern, die älter als 65 Jahre sind, nur bei einem Durchschnitt von 77 % des Einkommens der Gesamtbevölkerung im Land. Der Durchschnitt innerhalb des gesamten OECD-Bereichs liegt hingegen bei 86 %.

Noch schlechter als Belgien schneiden in dieser Hinsicht die Schweiz, die EU-Mitgliedsländer Estland und Dänemark sowie Australien in der Altersvorsorge in ihren Staaten ab. Nach Ansicht der OECD muss Belgien die staatlichen Leistungen für seine Rentner steigern. Der belgische Rechnungshof machte in seinem jüngsten Jahresbericht ebenfalls auf diese Problematik aufmerksam, denn die Zahl der pensionierten Beamten wird hierzulande in Zukunft rascher ansteigen und dies ist finanziell noch nicht ausreichend abgesichert.