Elefantentransport aus dem Afrikamuseum

Am heutigen Samstag zieht der Riesenelefant des Afrikamuseums, der schon seit 1959 das Museum in Tervuren ziert, ins Technopolis nach Mechelen um. Er muss das Museum verlassen, weil das Museum am morgigen 1. Dezember seine Pforten für drei Jahre wegen Renovierungsarbeiten schließen muss.

Der Elefant wurde wie viele andere Tiere in dem Museum bei Brüssel für die Weltausstellung von 1958 gesammelt. Er war das Jahr zuvor in Süd-Kasai von einem Dutzend Jägern geschossen worden. Seine getrocknete Haut und die Knochen wurden nach London verschifft. Dort wurde ein Skelett angefertigt, auf der die Haut, die  Stoßzähne und das Gebiss befestigt wurden. Aufgrund des Gewichts der Stoßzähne - jeder Zahn wiegt etwa 40 Kilo - begann in den 90er Jahren der Kopf des Elefanten nach unten zu kippen und die Haut zu reißen. Das Tier wurde deshalb 2011 restauriert.

Im Rahmen der Renovierung des gesamten Gebäudes des Afrikamuseums wird auch ein gläsernes Pavillon neben das Hauptgebäude gebaut. Im Pavillon sollen Restaurant und Museumsshop untergebracht werden. Es wird auch der Zugang zum Museum. Dieser wird mit dem bestehenden Gebäude durch einen unterirdischen Durchgang verbunden werden.

Während der Renovierungsarbeiten werden mehrere wichtige Stücke vorübergehend in Museen von New York, Los Angeles und Paris gebracht. Die Kosten für die Renovierung betragen rund 51 Millionen Euro.