Unesco: Die Pferdefischer sind jetzt Kulturerbe

Die Unesco hat "Die Krabbenfischer zu Pferd in Oostduinkerke" in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Kandidatur zur Aufnahme der Pferdefischer wurde bereits 2010 eingereicht. Bei der derzeit in Aserbeidschan stattfindenden Unesco-Konferenz wurde dem Antrag zur Freude des belgischen Bundeslandes Flandern stattgegeben.

Flanderns Landeskulturministerin Joke Schauvliege (CD&V) hatte die Kandidatur zur Aufnahme der Pferdefischer von Oostduinkerke bereits 2010 bei der Unesco eingereicht. Das zuständige Komitee der Unesco zeigte sich begeistert und nannte diese Kandidatur „ein Modell und eine Inspirationsquelle für andere Länder.“

Die Tradition des Krabbenfischens mit Pferden ist bereits Jahrhunderte alt und wurde schon oft in Gemälden und Fotos für die Ewigkeit festgehalten.

Oostduinkerke an der belgischen Nordseeküste ist der letzte Ort auf der ganzen Welt, an dem noch Pferdefischer aktiv sind, auch wenn dies quasi nur noch zu touristischen Zwecken gemacht wird.

Die Unesco hat „Die Krabbenfischer zu Pferd in Oostduinkerke“ jetzt endgültig in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen. „Diese Tradition legt Nachdruck auf die Wichtigkeit kleiner und lokaler Traditionen, die die Verbundenheit von Mensch, Tier und Natur unterstreichen“, heißt es in der entsprechenden Unesco-Begründung.

Die Krabbenfischer zu Pferd in Oostduinkerke waren begeistert, als sie von der Nachricht aus Aserbeidschan erfuhren. Eddy Duisters, ein heute 70 Jahre alter ehemaliger Krabbenfischer aus dem Ort freute sich ganz besonders: „Die Unesco-Anerkennung macht aus mir einen sehr glücklichen Mann. Ein echter Pferdefischer liebt die See im Tiefesten seines Herzens und das, was die See und sein Pferd hervorbringen. Das ist das Wichtigste.“