"Teufelhaus" von Ostbelgier sorgt für Behördenknatsch

Das Wohnhaus eines Fans der belgischen Fußballnationalmannschaft, das dieser in den Nationalfarben schwarz, gelb, rot anstreichen ließ, sorgt für Behördenknatsch in St. Vith (Ostbelgien). Das Haus in den Farben der Trikolore verstoße gegen die urbanistischen Bestimmungen, so die Stadt.

Der Fan, Wilfried Thelen, der auch der Begründer des Fanclubs "Rote Teufel St. Vith" ist, solle sein Haus gemäß der Baugenehmigung wieder weiß streichen, verlangt die Stadt. Um einen Neuanstrich zu verhindern, habe der Lehrer diese Woche bei der Stadtgemeinde St.Vith einen so genannten Regularisierungsantrag gestellt, schreibt die ostbelgische Zeitung GrenzEcho am Donnerstag. Thelen möchte eine Ausnahmegenehmigung für den Anstrich in den belgischen Landesfarben erwirken.

In der Argumentation der Städtebauordnung steht unter anderem, dass aus ästhetischen Gründen auf die Harmonie der Farben zu achten sei. Thelen findet offenbar jedoch, dass das bei den Landesfarben schwarz, gelb und rot sehr wohl der Fall sei. Die Nachbarn seien einverstanden und den Verkehr lenke das etwas zurückliegende Haus und sein Anstrich auch nicht ab.

Die Geschicht hat sich, nachdem die Medien im Sommer auf das Haus aufmerksam geworden waren, allerdings etwas verselbständigt. Erst durch die Medien hat sich nämlich offenbar St.Vith dazu veranlasst gefühlt, eine Abweichung zum Bauantrag festzustellen.

Trotzdem bleiben Glückwünsche nicht aus. Viele finden die Idee mit dem Anstrich einfach gelungen.