Asylanträge abgenommen: Maßnahmen zeigen Wirkung

Im Monat November haben 1.103 Menschen Asyl in Belgien beantragt. Das ist ein Drittel weniger als im November des letzten Jahres und die niedrigste Zahl seit Februar 2009, meldet die unabhängige Asylbehörde, das Generalkommissariat für Flüchtlinge und Staatenlose (CGVS). Der Staatssekretärin für Asyl und Migration Maggie De Block zufolge sei der Rückgang der Kombination von abratenden Maßnahmen und Maßnahmen gegen den Missbrauch von Asylanträgen zu verdanken.

"Aufgrund der Kombination von Maßnahmen wird unser Ziel erreicht", erklärt die Sprecherin von De Block. "Die Zahl der Asylanträge sinkt, aber gleichzeitig steigt der Grad der Anerkennungen." Der Prozentsatz derjenigen, die tatsächlich vom Generalkommissariat für Flüchtlinge und Staatenlose Schutz gewährt bekommen, ist in den letzten Jahren auf 27 bis 28 Prozent angestiegen. Davor war das nur ca. 23 Prozent.

Aus dem Maßnahmenkatalog, mit dem die Anträge zurückgegangen sind, zitiert De Block unter anderem die Aufstellung einer Liste mit sicheren Ländern, die schnelleren Verfahren, das neue Gesetz zu Mehrfachanträgen und medizinische Filter.

De Block spricht auch von den Gegenkampagnen in Kamerun, in Serbien, im Kosovo, in Albanien und im Kongo. In diesen Ländern wird potenziellen Auswanderern abgeraten, unser Land aufzusuchen.

"Insgesamt verläuft das Asylverfahren so human und so schnell wie möglich, aber auch so korrekt wie möglich", heißt es noch.