Durch Familien betriebene Höfe werden massiv aufgegeben

Belgien zählt derzeit rund 37.000 Landwirtschaftsbetriebe, davon sind 83 Prozent Familienbetriebe. Diese Zahl wird sich bis 2025 um die Hälft reduzieren, sagt der Landwirtschaftsexperte Luc Busschaert in der Zeitung Het Nieuwsblad am Sonntag voraus. Er hat die Zahlen aus einer Umfrage, die bei den Bauern im Rahmen der Landwirtschaftsmesse Agribex durchgeführt wurde. Die Landwirtschaftsmesse in Brüssel, die am 3. Dezember begonnen hat, geht am heutigen 8. Dezember zu Ende.

"Der Großteil wird in die Hände der Industrie und der Unternehmen übergehen", prophezeit der Experte.

Der Grund des Rückgangs läge laut Busschaert in der Entscheidung Europas, den jungen Landwirten, die im Bereich Umwelt aktiv sind, mehr Subventionen zuzuerkennen. Für die älteren Bauernhöfe wird die Landwirtschaft dadurch weniger interessant. 

Eine Landwirtschaft zu übertragen, werde auch immer komplexer. Die jungen Landwirte arbeiten weniger traditionell. "Sie führen ein Unternehmen und bleiben nicht einfach nur Bauern, weil ihre Väter oder Goßväter das waren."

Luc Busschaert zufolge würde der Verbraucher diese Entwicklung des Rückgangs familiärer Landwirtschaftsbetriebe kaum mitbekommen. Obwohl die Zahl der familiären Bauernhöfe um die Hälfte zurückginge, würde die Gesamtkapazität nur um 5 Prozent sinken, erklärt der Fachmann noch.