De Gucht: "Heute haben wir die WHO gerettet"

Der belgische EU-Handelskommissar Karel De Gucht (Foto) zeigte sich nach dem Abkommen zu einem weltweiten Handelsvertrag bei der Sitzung der Welthandels-Organisation auf der indonesischen Insel Bali zufrieden. Auch Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) schöpfte Hoffnung aus dem Vertrag.

Auf Bali wurden in erster Linie Abmachungen zu Vereinfachung der Zoll-Prozeduren getroffen. Durch das entsprechende Abkommen soll weltweit bis zu eine Billion Dollar eingespart werden können.

Zunächst hatte es ausgesehen, als ob ein auch nach rund 20 Jahren Verhandlungen ausbleibendes Abkommen sogar die Existenz der Welthandels-Organisation in Frage stellen könnte, den Kuba stellte sich bis zuletzt bei einer Einigung durch die Boykott-Probleme mit den USA quer. Doch am Sonntag kam nach 1995 endlich „Weißer Rauch“ aus dem WHO-Schornsteinen.

EU-Handelskommissar Karel De Gucht zeigte sich in einer entsprechenden Pressemitteilung sehr zufrieden: „Heute haben wir die WHO gerettet. Ich bin erleichtert, denn heute erleben wir, dass die WHO aus der Dunkelheit der multilateralen Irrelevanz ins Licht der multilateralen Aktion zurückgekehrt ist.

Auch Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR - kleines Foto) war erleichtert: „Mehrere Maßnahmen innerhalb dieses Abkommens fördern die Integration der am wenigsten entwickelten Länder in den internationalen Handel. Das Abkommen geht auch auf Anträge von Seiten dieser Länder ein und garantiert Lebensmittelsicherheit sowohl für die Bevölkerung auf dem Lande, als auch in den Städten.“

WHO-Generaldirektor Roberto Azevedo und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sind der Ansicht, dass das Abkommen die Wirtschaft weltweit stimulieren werde und dass es den ärmsten Menschen in den am wenigsten entwickelten Ländern eine vitale Hilfe zum Überleben biete.