Die Krise sorgt für Probleme am Arbeitsmarkt

Aus einer Studie des Instituts für wissenschaftliche und Behörden beratende Forschung HIVA an der Löwener Universität (KU Leuven) wird es für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen angesichts der andauernden Wirtschaftskrise immer schwieriger. Während der ersten Krise vor fünf Jahren hielt sich die Sache noch in Grenzen, doch mittlerweile wird die zweite Krise auch hier deutlich spürbar.

Kamen in der ersten Phase der Wirtschafts- und Bankenkrise im Zeitraum 2008-2009 in Belgien noch rund 200.000 neue Stellen hinzu, so sanken diese Zahl während der zweiten Krise 2011-2012 um rund 12.000 Einheiten.

Nach Ansicht von Prof. Ludo Stuyven, Wissenschaftler am der Löwener Universität nahestehenden HIVA-Institut, liegt diese Entwicklung an der Tatsache, dass jetzt auch die Behörden auf kommunaler, regionaler und bundesstaatlicher Ebene sparen müssen.

Gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion nannte Prof. Stuyven einige behördliche Bereiche, auf die diese Entwicklung unter anderem zurückzuführen seien: „Wir bemerken das bei einigen Behörden, insbesondere beim Verteidigungsministerium und im frankophonen Unterrichtswesen, wo derzeit sehr viele Stellen wegfallen. Ein weiterer Grund ist aber auch der, dass die Maßnahmen, die während der ersten Krise noch griffen, z.B. Kurzarbeit, während der zweiten Krise an ihre Grenzen stießen. Das hat zweifellos auch damit zu tun, dass die Krise eigentlich weiter anhält und das bereits im fünften Jahr in Folge.“

Neben der Schaffung von neuen Arbeitsstellen sind in den vergangenen (Krisen-)Jahren aber auch viele Stellen abgebaut worden. Derzeit ist es wohl so, dass mehr Stellen verloren gehen, als derzeit geschaffen werden können - sowohl auf Behördenebene, als auch auf Ebene der Privatwirtschaft.