Radikaler islamistischer Konvertit verhaftet

Die Brüsseler Polizei hat den Belgier Jean-Louis Denis (Foto), genannt „Der Demütige“, verhaftet. Denis, ein zum Islam konvertierter Brüsseler, wird vorgeworfen, Jugendliche für den radikal-islamistischen Kampf in Syrien rekrutiert zu haben. Der 40jährige ist den belgischen Behörden als eines der führenden Mitglieder der verbotenen Organisation „Sharia4Belgium“ bereits bestens bekannt.

Die Brüsseler Polizei ermittelt bereits seit Monaten gegen den Konvertiten Jean-Louis Denis. Das führende Mitglied der inzwischen in Belgien verbotenen radikal-islamistischen Bewegung „Sharia4Belgium“ war am frühen Montagmorgen am Brüsseler Nordbahnhof verhaftet worden. Denis hatte dort radikale Parolen gepredigt, wie die RTBF, der frankophone öffentlich-rechtliche Sender Belgiens, dazu meldete.

Neben Jean-Louis Denis verhaftete die Brüsseler Polizei vier weitere Personen, die im Verdacht stehen, an der Rekrutierung von Jugendlichen für den Kampf im syrischen Bürgerkriegs beteiligt zu sein. Dabei gab es Haussuchungen in insgesamt sechs Wohnungen in der Region Brüssel-Hauptstadt.

Jean-Louis Denis, der sich selbst „Der Demütige“ nennt, hat eine eigene Organisation, die angeblich Lebensmittel an Bedürftige verteilt – vornehmlich am Brüsseler Nordbahnhof, der auf dem Gebiet der Brüsseler Gemeinde Schaarbeek liegt. Der dortige Bürgermeister hatte die Aktivitäten dieser Organisation auf dem Gebiet seiner Kommune kürzlich erst untersagt und so einen weiteren Vorwand für die Verhaftung Denis‘ geliefert.

Nach Angaben der Brüsseler Justiz belegen Ermittlungsergebnisse, dass Denis moslemische Jugendliche radikalisieren konnte und sie zum Kampf in Syrien überredete. Er und seine Helfershelfer hätten es geschafft, einige Jugendliche aus Brüssel dazu zu bringen, sowohl die Autorität ihrer Eltern, als auch die Werte der einer demokratischen Gesellschaft, zu verwerfen, wie die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel dazu bemerkt.

Diese Art der Radikalisierung vollziehe sich durch Predigten, durch das Zeigen von Videoreportagen und durch die den ständigen Aufruf zur Teilnahme am Dschihad, dem Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen.