Anderlecht verliert Chaosspiel in Piräus

Belgiens Rekordmeister RSC Anderlecht hat sich mit einer 3:1-Niederlage gegen Olympiakos Piräus aus der Champions League verabschiedet. Die Partie am Dienstagabend war für Anderlecht ein seltsames Spiel mit zwei gehaltenen Strafstößen und drei Roten Karten. Schiedsrichter Wolfgang Stark kannte keine Gnade.

Anderlecht war nach Pïräus gefahren, um sich dort erhobenen Hauptes aus der Champions League zu verabschieden, doch es kam ganz anders. Zwar konnte Torwart Silvio Proto gleich zwei Strafstöße halten, doch am Ende flogen er und zwei Mannschaftskameraden mit Roter oder Gelbroter Karte vom Platz. Als nach dem Abpfiff nur acht Anderlecht-Spieler in Piräus vom Spielfeld abgingen, war von erhobenen Häuptern nicht mehr viel zu merken (Foto oben, mit Coach Jon Van den Brom im Vordergrund).

Saviola erzielte gleich zwei Treffer für Piräus, während Sacha Kljestan in der 39. Spielminute das einzige Tor für die Gäste aus Brüssel schoss. Das 3:1 schoss Dominguez in der Nachspielzeit per Elfmeter, als Anderlecht-Keeper Proto schon mit Rot in der Umkleide saß. Er hatte Weiss bei einem Abwehrversuch von den Beinen geholt. Gelegenheits-Torwart Mitrovic konnte den Schuss natürlich nicht abwehren, machte aber keine schlechte Figur (kleines Foto). Vorher waren Kouyaté und N’Skala mit zweimal Gelb von Platz geflogen.

In der Gruppe C der Champions League haben sich Olympiakos Piräus und Paris Saint-Germain (PSG) für das Achtelfinale qualifiziert. Saint-Germain unterlag Benefica Lissabon am Dienstagabend mit 1:3, kann die Gruppenphase aber trotzdem als Gruppenerster abschließen. Lissabon kann ald Gruppendritter in der Europa League weitermachen. Anderlecht blieb während der gesamten Gruppenphase sieglos und erzielte als Letzter in sechs Spielen nur einen einzigen Punkt. Der RSC ist übrigens der erste und einzige Verein, der innerhalb eines Champions League-Spiels drei Rote Karten erzielte.