Kaufkraft der Belgier weit über EU-Durchschnitt

Die Kaufkraft der Belgier lag im vergangenen Jahr 20 % über dem EU-Durchschnitt. Diese Zahlen hat das Europäische Statistikamt in einer Erfassung des Bruttoinlandsprodukts per Einwohner, umgesetzt in Kaufkraftnormen, veröffentlicht.

Spitzenreiter ist das Großherzogtum Luxemburg mit sage und schreibe 163 % mehr Kaufkraft als der EU-Durchschnitt.

Diese Position verdankt das Großherzogtum den Grenzarbeitern. Sie tragen zum luxemburgischen BIP bei, ohne jedoch als Einwohner bei der Berechnung des Durchschnitts pro Einwohner berücksichtigt.

Belgien: hinter Deutschland, doch vor Frankreich und UK

Österreich landet auf dem zweiten Platz mit einer Kaufkraft, die den EU-Durchschnitt um 30 % übertrifft.

Gefolgt von Irland (+29 %) und den Niederlanden (+28 %).

Mit einer Kaufkraft von 20 % über dem EU-Durchschnitt steht Belgien auf dem 8. Platz. Knapp hinter Deutschland (+23 %), aber weit vor Frankreich (+9 %) und dem Vereinigten Königereich (+6 %).

Bulgarien bildet das Schlusslicht. Angenommen das BIP/Einwohner in der EU läge bei 100, würde Bulgarien knapp 47 erreichen. Auch Rumänien (50) und Kroatien, das jüngste EU-Land (62), sind abgeschlagen. Die Kaufkraft in der Eurozone übertrifft um 9 % den EU-Durchschnitt.