Jejoen Bontinck unter Auflagen freigelassen

Der 18jährige Antwerpener Jejoen Bontinck, der im Oktober nach rund einem halben Jahr Aufenthalt bei islamistischen Kämpfern in Syrien zurückgekehrt und von der belgischen Polizei in U-Haft genommen worden war, ist unter Auflagen aus dem Gefängnis entlassen worden.

Jejoen Bontinck war am 22. Februar nach Syrien gereist und hatte sich dort islamistischen Rebellen angeschlossen. Jejoens Vater, Dimitri Bontinck (unser Foto zeigt Vater und Sohn), hatte seinerzeit gemutmaßt, dass die illegale islamistische Organisation Sharia4Belgium seinen Sohn nach Syrien gelockt habe. Er hatte damals versucht, seinen Sohn in Syrien zu finden und nach Hause zu holen, war aber gescheitert.

Im Oktober war der junge zu Islam bekehrte Antwerpener wieder nach Europa zurückgekehrt und war zunächst in den Niederlanden geblieben, wo ihn unter anderem auch unser Haus, die VRT, interviewen konnte. Damals gab er an, nicht an Kampfhandlungen gegen das Assad-Regime beteiligt gewesen zu sein. Er habe lediglich in einem Krankenhaus gearbeitet und der durch den Bürgerkrieg in Syrien notleidenden Bevölkerung geholfen, wie er gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte.

Die belgische Justiz glaubte dies nicht und nahm Ermittlungen wegen der Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung auf und versuchte herauszufinden, ob sich Bontinck in Syrien an Menschrechtsverletzungen beteiligt hatte. Als der junge Mann versuchte, in Antwerpen seine von seinem Vater geschiedene Mutter zu besuchen, wurde er verhaftet.