Premiere: "Rosenkavalier" von Christoph Waltz

Der österreichische Schauspieler, Regisseur und Oscar-Preisträger Christoph Waltz (Foto) geht am kommenden Sonntag, den 15. Dezember, an der Flämischen Oper in Antwerpen mit seiner ersten Operninszenierung in Premiere. Sein Erstlingswerk ist der „Rosenkavalier“ von Richard Strauss.
Invision2013

Der bekennende Opernfan Christoph Waltz beschäftigt sich schon länger mit dem Werk von Richard Strauss. Allerdings interessierten ihn bisher eher die düsteren und dramatischeren Werke des Komponisten. Den leichter zugänglichen „Rosenkavalier" habe er bisher wohl übersehen:

„Heute bin ich restlos begeistert von dem Werk und sehr glücklich darüber, dass mir hier in Antwerpen die Gelegenheit gegeben wurde, mich so intensiv damit auseinanderzusetzen", sagte der 57jährige Österreicher in einem von der Flämischen Oper in Antwerpen veröffentlichten Video-Gespräch.

Der Weltstar mit Geburtsort Wien gewann für seine Darstellung schräger Typen in den Kultfilmen von Quentin Tarantino ("Inglourious Basterds", "Django Unchained") zweimal einen Oscar. Doch der Weltstar von der Kinoleinwand gibt sich als Opernregisseur eher bescheiden.

Als regelmäßiger Opernbesucher vermisst er nach eigener Aussage in aktuellen Inszenierungen häufig die Transparenz dessen, was auf der Bühne eigentlich wirklich vor sich geht und er fühlt sich manchmal von einer zu aufdringlichen Regiearbeit gestört, die vom eigentlichen Werk auch mal ablenken kann.

Seine Inszenierung wird eher ein Kammerspiel in einem intimen Bühnenbild sein (kleines Foto). Das Bühnenbild stammt von Annette Murschetz und die dezenten und eher klassische Kostüme entwarf Eva Dessecker. Die Inszenierung von Christoph Waltz erfolgt in enger Absprache mit dem Antwerpener Generalmusikdirektor Dmitri Jurowski. Vom 9. Januar an zieht der „Rosenkavalier“ von Christof Waltz um und wird von da an der Oper von Gent gezeigt.

Link zum Premierenbericht auf Spiegel-Online.